24. September 2019

Rückkehr zu G9

Das Gymnasium an der Gartenstraße wird Bewährtes erhalten und Neues entwickeln.

Am 10.10.2018 hat die Schulkonferenz einstimmig beschlossen, dass das Gymnasium an der Gartenstraße wieder zum neunjährigen Gymnasium (G9) zurückkehrt. Unsere Schule sieht im G9-Gymnasium die Chance, dass unsere Schülerinnen und Schüler wieder mehr Zeit zum Lernen und für ihre Persönlichkeitsentwicklung haben. So werden im Schuljahr 2019/2020 zum ersten Mal seit 2013 wieder zwei Jahrgänge – die Jahrgangsstufen 5 und 6 – das Abitur nach neun Jahren ablegen können. Die Jahrgänge ab Jahrgangsstufe 7 (Jgst. 7) werden ihre Schullaufbahn weiter unter G8-Bedingungen fortführen. Bis zum Schuljahr 2025/ 2026 haben wir damit zwei parallel verlaufende Stundentafeln mit entsprechenden Lehrplänen, einmal für G8 und einmal für G9. Das kennen wir schon aus der Umstellung auf das achtjährige Gymnasium.

Die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium haben wir an zwei pädagogischen Tagen und in verschiedenen Arbeitsgruppen, an denen auch Vertreter der Eltern- und Schülerschaft mitgewirkt haben, vorbereitet. Dabei war uns wichtig, dass die bewährten Strukturen, pädagogischen Grundlinien sowie Profilierungen erhalten bleiben.

Das bedeutet konkret für das neunjährige Gymnasium an der Gartenstraße z.B.:

– das Langstundenkonzept mit 67,5 Minuten langen Lerneinheiten,

– die Pausenregelung mit einer Mittagspause von ca. 45 Minuten für die Schülerinnen und Schüler, die noch bis 15:08 Uhr Unterricht haben (s. Stundenraster),

– die Hausaufgabenbetreuung von Montag bis Freitag von 14:00 Uhr – 15:00 Uhr und die erweiterte Betreuung bis 15:30 Uhr,

– das Förderkonzept mit dem Förderunterricht in Kleingruppen für die Jgst. 5 und 6, dem Lernbüro für die Jgst. 7-9 (10) und dem Förderband für die Jgst. 8,

– das Sprachenprofil mit der Möglichkeit in der Jgst. 5 mit Latein und Englisch zu beginnen und mit dem bilingualen Unterricht ab Klasse 7,
– Europaschule und MINT-freundliche Schule

– das Fahrtenkonzept.

Weiterhin steht das Kollegium selbstverständlich für das pädagogische Konzept der partnerschaftlichen Schule und für unsere schülerorientierte, soziale Schulkultur.
Die neuen Verordnungen der Landesregierung zum G9-Gymnasium sehen vor, dass 180 Wochenstunden für den normalen Unterricht und acht Ergänzungsstunden für die individuelle Förderung und schulischen Profilierung auf die Jgst. 5-10 verteilt werden. Die Verteilung der Wochenstunden auf die einzelnen Fächer regelt die sogenannte Stundentafel (s. Anlage). Die auf Grundlage der Verordnungen erstellte neue schulinterne Stundentafel für die Sekundarstufe I (Jgst. 5 bis 10 s. Anlage) zeigt schon, dass der Nachmittagsunterricht (6. Stunde) deutlich reduziert wird. Die 2. Fremdsprache beginnt nun wieder für alle weiterführenden Schulen in der Jahrgangsstufe 7.

Die Landesregierung setzt mit der G9-Stundentafel (s. Anlage) auch neue inhaltliche Akzente, indem sie besonders die ökonomische, mediale und informatische Bildung stärkt. Diese Aspekte waren immer schon inhaltliche Bestandteile unserer Curricula. Diese neuen Schwerpunkte sowie Aspekte des Verbraucherschutzes haben wir in die schulinternen Lehrpläne nun stärker integriert. Dafür erhalten z.B. alle 5. Klassen im neuen Schuljahr ab dem 2. Halbjahr für ein Schuljahr das Unterrichtsfach „informatische Bildung“ und das Fach Wirtschaft wird gestärkt in der Fachkombination Wirtschaft-Politik. Darüber hinaus bleiben die Schwerpunkte der Förderung der sprachlichen Kernkompetenzen und die MINT-Förderung wichtige Anliegen der Landesregierung und natürlich unseres Gymnasiums als Europaschule und MINT-freundliche Schule. Den neuen Medienkompetenzrahmen der Landesregierung setzen wir am Gymnasium an der Gartenstraße im Fachunterricht in der informatischen Grundbildung in Klassen 5 und 6 Schritt für Schritt um.

Das Gymnasium an der Gartenstraße sieht sich so gut gerüstet für die Rückkehr zu G9.

M. Meyer, M. van de Linde